Risikomanagement

Klimawandel, IT-Ausfälle, spekulative Börsengeschäfte oder menschliches Versagen – die Liste potenzieller Gefahren für Unternehmen ist lang. Immer mehr Betriebe erkennen die Notwendigkeit, sich gegen globale Risiken abzusichern.

Mit dem gestiegenen Problembewusstsein haben sich auch die Instrumente und Verfahren für das Risikomanagement verbessert. Geeignete Standards oder Modelle ermöglichen es jetzt, bestimmte Risiken effektiver zu identifizieren und zu managen.

Erster Schritt: Konformität nach KonTraG

Die rechtliche Grundlage für das Risikomanagement wird durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) beschrieben. Es zwingt Organe von AGs und größeren GmbHs zu einem dokumentierten Risikomanagement. Ziel ist es, existenzbedohende Gefahren vom Unternehmen abzuwenden bzw. zu beherrschen.

Dazu ist es sinnvoll, einen umfassenden Ansatz zu wählen, der sämtliche auf das Unternehmen einwirkende Risiken mittels eines professionellen Risikomanagementsystems erfasst und steuert. Dieser Ansatz hilft auch dabei, Ihr Versicherungsprogramm zu optimieren.

ISO 31000 – internationale Anforderungen

Seit Anfang 2010 steht erstmals ein internationaler Leitfaden für das Risikomanagement zur Verfügung. Mit der ISO 31000 werden Unternehmen unter Berücksichtigung strategischer und operativer Risiken bei der Einführung eines Risikomanagementsystems unterstützt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Risikoanalyse und Dokumentation der Prozessorganisation. Mit einem zertifizierten Managementsystem erfüllen Sie diesen Teil bereits ganz oder teilweise.

Risikomanagement ist ein fortlaufender Prozess

Planung, Umsetzung, Überprüfung und Handlung finden kontinuierlich statt (Demingkreis: Plan, Do, Check, Act). Mit dem Ziel der Entstehung einer neuen Firmenkultur der Risikolenkung, soll das Risikomanagement über die gesamte Lebensdauer einer Organisation zur Anwendung kommen. Der Risikomanagementprozess lässt sich zusammenfasst folgendermaßen beschreiben:

  • Identifikation der Risiken
  • Analyse hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen
  • Risikobewertung
  • Risikobewältigung
  • Risikoüberwachung mit Hilfe von Indikatoren (Kennzahlen)
  • Dokumentation 

Risikomanagementprozess

Wie kann LRQA Sie unterstützen?

LRQA unterstützt seine Kunden seit Jahren im Umgang mit hohen Unternehmensrisiken und -aktivitäten. Maßgeschneiderte Dienstleistungen ermöglichen es Ihnen, den Reifegrad Ihres Risikomanagements exakt zu bestimmen und den passenden Risikomanagementansatz in ein weltweites Managementsystem zu integrieren. Einige Instrumente, die wir in unseren Audits nach Absprache einsetzen, sind FMEA, MSA, SPC oder Six Sigma.