EEG - Erneuerbare-Energien-Gesetz

Was ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll erneuerbare Energien fördern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Unternehmen erhalten. Der Anteil regenerativer Energien an der Stromversorgung soll bis 2020 auf mindestens 30 % steigen. Dafür wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen subventioniert. Diese Subventionen werden über den Strompreis auf alle Stromverbraucher umgelegt.

Besondere Ausgleichsregelung

Benötigt ein Unternehmen für die Produktion seiner Erzeugnisse sehr große Strommengen und erreichen die Stromkosten des Unternehmens unter Berücksichtigung der Mehrbelastung durch die EEG-Umlage ein besonders hohes Niveau im Verhältnis zu seiner Bruttowertschöpfung, so kann dies zu einer Beeinträchtigung seiner Wettbewerbsfähigkeit führen und das Unternehmen zur Abwanderung ins Ausland bewegen. Um solch negativen Auswirkungen aufgrund der Mehrbelastung entgegenzuwirken, gibt es für besonders kostenintensive Unternehmen eine Entlastungsmöglichkeit, die Besondere Ausgleichsregelung. Ihre Inanspruchnahme ist an festgelegte Voraussetzungen gebunden.

Wen betrifft das EEG?

Stromintensive Unternehmen gemäß Anlage 4 des EEG 2014, können sich auf Antrag von dieser Abnahmepflicht befreien lassen. Voraussetzungen dafür ist eine definierte Stromkostenintensität, die sich aufgrund der Einordnung des Unternehmens in eine der beiden Listen der Anlage 4 bestimmt.

Zudem erfordert der Antrag den Nachweis, dass „eine Zertifizierung erfolgt ist, mit der der Energieverbrauch und die Potenziale zur Verminderung des Energieverbrauchs erhoben und bewertet worden sind“.

Die Erfüllung der Voraussetzungen hinsichtlich der oben genannten Zertifizierung sind durch ein gültiges DIN EN ISO 50001-Zertifikat, eine gültige EMAS-Validierung oder einen gültigen Nachweis des Betriebes eines alternativen Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz nach § 3 SpaEfV nachzuweisen. Die Zertifizierung muss sich auf das gesamte Unternehmen mit allen Abnahmestellen erstrecken.

Die Nutzung des Nachweises eines alternativen Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz steht lediglich Unternehmen mit einem Stromverbrauch unter 5 GWh im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr offen. Diese haben ein Wahlrecht zwischen den Zertifizierungen nach DIN EN ISO 50001, EMAS oder dem alternativen System zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Anforderungen an ein solches alternatives System sind in der Spitzenausgleich-Effizienzverordnung (SpaEfV) beschrieben. Lloyd's Register ist zugelassene Zertifizierungsstelle für die Testierung. 

Anforderungen und Nachweise

Ein Antrag muss jährlich bis spätestens 30. Juni beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) neu gestellt werden. Dies muss vollständig auf elektronischem Wege über das BAFA ELAN-K2 Ausfuhr-System erfolgen. Bezüglich des Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz erkennt das BAFA folgende Nachweise an:

  • ein akkreditiertes ISO 50001 Zertifikat
  • eine gültige EMAS-Validierung
  • für Unternehmen mit einem Stromverbrauch <5 GWh pro Jahr: eine Testierung alternativer Systeme gemäß SpaEfV

Wie Lloyd's Register Sie unterstützen kann

LR ist zugelassen, Ihr Energiemanagement auf EEG gemäß ISO 50001 zu zertifizieren sowie die Konformität alternativer Systeme gemäß SpaEfV zu bestätigen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Ihr LR Ansprechpartner berät Sie gerne: Herr Dr. Thomas Souquet, Email Thomas.Souquet@LRQA.com.