EDL-G - Energiedienstleistungsgesetz

Was ist das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G)?

Mit dem am 21.04.2015 veröffentlichten Energiedienstleistungs-Gesetz (EDL-G) wurde die EU-Energieeffizienz-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Das EDL-G verpflichtet alle Unternehmen, die nicht als KMU (kleine und mittlere Unternehmen) eingestuft sind, mindestens alle vier Jahre ein Energieaudit gemäß DIN EN 16247-1 durchzuführen.

Wer ist betroffen?

Es sind alle Unternehmen betroffen, die nicht unter die KMU-Definition der EU fallen (> 250 MA, Jahresumsatz >50 Mio. Euro oder die Jahresbilanzsumme >43 Mio. Euro), gegebenenfalls sind Konzernstrukturen zu berücksichtigen. Ausgenommen sind Kommunale Regiebetriebe und Betriebe mit hoheitlichen Funktionen.

Was sind Anforderungen?

Die Durchführung eines Energieaudits gem. DIN 16247-1 erstmalig bis zum 05. Dezember 2015 und danach mindestens alle vier Jahre. Unternehmen können auf diese Energieaudits verzichten, wenn sie gemäß ISO 50001 zertifiziert sind oder eine EMAS Validierung haben.

Wir empfehlen ISO 50001, weil

  • Ein ISO 50001 Zertifikat ist zukunftssicher, bislang genügte es immer, um gesetzliche Anforderungen vollständig zu erfüllen (z. B. bei SpaEfV; EEG, jetzt bei EDL-G). Daher ist zu erwarten, dass auch für zukünftige, gesetzliche Anforderungen an die Energieeffizienz ein Zertifikat nach ISO 50001 ausreichend ist, um die Forderungen zu erfüllen.
  • Die Energieeffizienz und deren kontinuierliche Verbesserung stehen klar im Mittelpunkt des Einsatzes eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001. Durch das ganzheitliche, auf kontinuierliche Verbesserung ausgelegte Grundprinzip unterscheidet sich die ISO 50001 erheblich von Energieaudits gem. DIN 16247-1, die lediglich eine Momentaufnahme, aber keinen kontinuierlichen Verbesserungsprozess darstellen.
  • Nur mit ISO 50001 können die vom EDL-G betroffenen Unternehmen zusätzlich auch den Spitzenausgleich beantragen (dies geht mit Energieaudits nach DIN 16247-1 nicht).