Neuer Standard ISO 45001 für Arbeitssicherheit: Entwicklung schreitet voran

Die Internationale Standardorganisation ISO beschloss im Juni 2013, einen internationalen Standard für Arbeitssicherheit und Gesundheit zu entwickeln. Die Grundlage der neuen Norm ist der international anerkannte britische Standard OHSAS 18001. Der neue ISO-Standard wird die Bezeichnung ISO 45001 tragen.

Steve Williams, Stellvertretender Technischer Direktor von LRQA, ist Mitglied des Projektkomitees ISO/PC 283, wo er die Independent International Organisation for Certification (IIOC) repräsentiert. Steve Williams hat bereits an zahlreichen Meetings der Arbeitsgruppen teilgenommen, die mit der Entwicklung des Standards betraut sind, und berichtet: „Wir können noch keine offizielle Erklärung zum Stand der Entwicklung des neuen Standards abgeben. Ich kann aber mitteilen, dass wir sehr gute Fortschritte machen und gegenwärtig im Zeitplan liegen.“

Die ISO 45001 wird auf der Grundlage des Annex SL erstellt, einer übergeordneten Struktur, die auf alle neuen und überarbeiteten ISO-Standards angewendet wird. Ein wichtiger Schwerpunkt der ISO 45001 wird das wirksame Management von Arbeits- und Gesundheitsschutzrisiken im Unternehmen sein. „Ein wichtiges Kriterium für den Erfolg eines jeden Unternehmens ist die Sicherheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Damit können Firmen auch erfolgreich Mitarbeiter werben und halten und die Produktivität maximieren. Der künftige ISO-Standard wird Unternehmen weltweit zu einer starken Grundlage für langfristigen Erfolg liefern“, so Charles Corrie, Sekretär des Projektkomitees ISO/PC 283, das den Standard entwickelt.

Ein Datum für die Veröffentlichung des endgültigen Standards wurde noch nicht festgelegt. Im Entwicklungsprozess der Norm ist zuerst die Veröffentlichung des Komiteeentwurfs (Committee Draft – CD) vorgesehen, danach erfolgt eine Abstimmung der nationalen Standardorganisationen. Steve Williams erklärt den Prozess: „Die Kommentare der interessierten Parteien werden geprüft und bewertet, dann wird entweder der Komiteeentwurf 2 (CD2) veröffentlicht, oder wir gehen sofort zum Standardentwurf (Draft International Standard – DIS) über. Daraufhin folgt eine weitere nationale Abstimmung und die Bearbeitung der resultierenden Kommentare.“